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Einträge mit dem Schlagwort poesie

Fensterbankverse

Ina Kitroschat

 

Ich stecke in unserem Blumentopf fest

bedeckt bloß mit zwei Hand voll Erde.

Hier bin ich zu Hause. Hier ist mein Nest

aus dem ich gut riechen werde.

 

Mit geschlossenen Augen

erblühe ich strahlend wie ein Genießer.

Ja, zum Freuen kann ich taugen!

Denn ich bin deine Blume und du bist mein Gießer!

Feenlied

Ina Kitroschat

 

Vom Blattwerk im Wald rieselt glitzernder Staub

auf meine Zunge zum Kuss.

Dort formt er mir prickelnde Worte ganz bald

über einen geheimen Fluss.

 

An ihm tanzen lustvolle Töne im Reigen

und Neumchen erwachsen als Samen.

Die schönste der Dichterinnen neckt sie herzlich

unter den laubbekleideten Damen.

 

Ihre Worte kann ich nicht übersetzen,

doch ich höre sie Tag und Nacht!

Meine Sehnsüchte haben sie so

in meiner Vorstellung mitgebracht:

 

„Ein Feenbach fließt seines Weges,

ganz leise plätschernd und stolz.

In der Luft klingt ein Flirren von Flügeln.

Es dringt aus dem Unterholz.

 

Ein Zauberbach fließt seines Weges,

ganz langsam, frisch, buschumsäumt.

In der Luft liegt ein Sehnsuchstsstöhnen

nach Zauberarmen: verträumt!“

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