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Das Märchen über die Gauklerin Thalionmel Galdifei

Ina Kitroschat

 

I) So voller Freude erscheinen meine Tänze,

So unbeschwert klingen meine Lieder,

Voll Leichtigkeit schwebt meine Mimik

Mit im gauklerischen Lied.

 

Es war mein Herz voll Sonnenschein,

Beschwingt tanzte es, unbeschwert.

Jeden retteten all meine Späße

Bis zu dem verfluchten Tag.

 
Ich sah einen tapferen Recken fallen,

Sein Mut starb mit ihm in meinem Arm.

Sein letzter Blick in meine Augen

Erschien verloren und bedrückt.

 

Fräsend, bohrend, nagend, fordernd

Drang die Feigheit in mein Herz.

Es wurde schwer vor Angst und Trauer.

Mein Lächeln verlor ich mit seinem Tod.

 

II) So melancholisch erscheinen meine Tänze,

So beschwert klingen meine Lieder,

Apartheit liegt in meiner Mimik,

Furcht lag ab jetzt in jedem Lied.

 

In den Nächten holte mich Furcht ein,

Der Blick des Recken gab mir den Rest.

Mein Verstand zerschellte in der Mitte,

Die Reste kehrte ich unter den Tisch.

 

III) So tanzt mein Geist in manchen Nächten

So hört man das Lied von meinem Wahn,

So findet man im Stumpfsinn Mut.

So tötet man die Feigheit tot.

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