Ina Kitroschat-Vogt
Es war ein herbstlicher Spaziergang, bei dem ich die Sonne nur erahnen konnte. Grauer Dunst legte sich lächelnd über die Felder. Die Stadt verschwand hinter einem schützenden Wall aus verschluckendem Nebel. Links von mir lachten Raben. Es klang, als lachten sie über meinen eigenen Namen. Ich sehnte mich nach der Stadt und nach einem frischgebrühten Kaffee. Für mich war die Zeit gekommen in die warmen Gassen einzulenken – fort von ihrem Gelächter, fort von ihrem Gekrächze. So bog ich nach links, doch ihr Lachen folgte mir für eine Weile. Es war fern und verzerrt. Der Nebel verschob bloß seine Grenzen. Die Stadt kam näher und ich atmete die Vorfreude aus und ein. Entgegen kamen mir Häuser und Geschäfte, große und kleine Fenster. Sie waren allesamt bestückt mit Lichtern, Leben und vielleicht auch dem Duft nach Kaffee. In eins von ihnen bog ich ein und es roch nach Erinnerungen, Gesprächen und ein wenig nach mir selbst.

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